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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.5 Kulturpflanzen in Lateinamerika
 up 5.5.1 Endemische oder autochtone Kulturpflanzen
 up 5.5.1.4 Faser- und Textilfpflanzen

5.5.1.4.3 Kapokbaum

Ceibo mit Brettwurzeln

Der etwa 70 m hohe Baum wächst in den tropischen Gebieten Südamerikas und ist wie der Affenbrotbaum in die Familie der Bombacaceae einzuordnet. Er gehört aber auch zur Gattung Ceiba (ceiba pentandra) und ist daher in vielen Kulturen Mesoamerikas ein heiliger Baum. Nicaragua trägt den „Ceibo“ sogar im Staatswappen. Diese Bedeutung rührt nicht so sehr von seinem wirtschaftlichen Wert her, vielmehr hat er als einer der „Überständer“, also der Baumriesen im Regen- und Savannenwald eine symbolische Bedeutung als König der Bäume. Überdies zeigte er schon den frühen Kulturen fruchtbare Böden an, ernährte sie mit jungen Samen, die zu Mehl verarbeitet werden konnten und half den Menschen, sich weicher zu betten.

Die Ceiba besitzt handförmig gefingerte Blätter und große glockenförmige Blüten, die genauso wie Baumwolle aus den Samen Fasern wachsen lassen. Die Fasern werden als Kapok bezeichnet. Zur Gewinnung der Fasern wird der Kapokbaum in vielen tropischen Regionen angebaut. Sie werden allerdings weniger zur Kleidungsherstellung verwendet, da ihre Fasern elastisch, brüchig und kürzer als die der Baumwolle, sondern vielmehr als Füllmaterial. Durch ihre wasserabweisende Eigenschaft und ihr geringes Gewicht und ihre große Tragfähigkeit werden Kapokfasern für Rettungswesten und Isoliermaterial verwendet.

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