Die eigentliche Herkunft der verschiedenen Baumwollarten sind fast nicht mehr nachvollziehbar. Das Alter von Faserfragmenten im mexikanischen Tehuacán-Tal wurde mit 7000 Jahren bestimmt. Mit der Erfindung der Spinnmaschine und des Webstuhles wurde Baumwolle zur bedeutendsten Weltwirtschaftspflanze und löste Flachs und Schafswolle als Kleindungsrohstoff ab.
Für Baumwollanbau ist eine lange Vegetationsperiode und Sonnenschein, sowie Wasser während der Wachstumsphase und trockenes Wetter während der Ernte notwendig. Während die natürliche gewachsene Baumwollpflanze als äußerst Wärmeliebende Pflanze sich entwickelt hat, züchtete man Arten, die auch in außertropischen Klimaten gedeihen können. Da sie keinen besonderen Anspruch an den Boden stellt hat sie in vielen Länder den Siegeszug angetreten. Der Anbau ist also auf subtropisch-tropische Breiten beschränkt. Aus den Blüten entspringen die Fruchtkapseln mit bis zu zehn Samenkörnern, aus denen die Samenhaare entstehen, die schließlich geerntet werden. Die Ernte und der Wachstum der Pflanze ist sehr stark nutzungsorientiert angepasst wurden und durch die moderne Wissenschaft optimiert worden. Baumwollplantagen haben mit dem Begriff Naturraum nur mehr wenig zu tun. Die größten Baumwollproduzierenden Länder Lateinamerikas sind Brasilien und Mexiko. |