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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.5 Kulturpflanzen in Lateinamerika
 up 5.5.1 Endemische oder autochtone Kulturpflanzen
 up 5.5.1.2 Nahrungsmittel
 up 5.5.1.2.3 Grundnahrungsmittel

5.5.1.2.3.2 Maniok

Maniok ist ein bis zu drei Meter hoher Strauch mit tief zerteilten, lanzenförmige Teilflächenblättern, aus dessen Wurzeln sich durch ein sekundäres Dickenwachstum 20 cm dicke und bis zu 5 kg schwere Wurzelknollen bilden. Diese zu den Wolfsmilchgewächsen gehörende Pflanze ist in den feuchten Tropen Südamerikas, wahrscheinlich auch Zentralamerikas beheimatet und wird selten über 1400 m angebaut. Maniok findet zwischen 30° nördl. und südl. Breite und erreicht bei 2000 mm Regen im Jahr optimales Wachstum, gedeiht aber auch schon bei 750 mm. Maniok ist einer der wichtigsten Kohlehydratlieferanten – wenn vorher der giftige Milchsaft durch Auswaschen unschädlich gemacht wird. Die Verarbeitung zu Stärke muss rasch erfolgen, da sich nach 3 Tagen Blausäure bildet oder die Knollen zu faulen beginnen.

Maniok wird durch Brandrodungsbau und durch Züchtung neuer Sorten zu einem extrem ertragsreichen Gewächs und gilt als eines der Futtermittel der Zukunft – der Regenwald ist in Gefahr.

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