Gewürzpflanzen und die aus ihren Blättern, Blüten, Früchten, Samen, Wurzeln, Rinden oder Sprossen gewonnenen Stoffe und Mischungen sind die Krönung jeder Speise. Man fand heraus, dass mit zunehmenden Heißwerden des Klimas auch die Würzung der Speisen zunimmt. Nicht nur zum würzen von Speisen, sondern vor allem schärfere Gewürze zur Bekämpfung von Krankheiten werden verwendet. Auch die Vielfalt der Gewürze nimmt zum Äquator hin zu. Kein Wunder also, dass man auf fast allen Märkten Lateinamerikas einen großen Reichtum an Gewürzen vorfindet. Viele Gewürzpflanzen dienen in den heißen Regionen auch dazu Nahrungsmittel keimfrei zu halten um sie länger haltbar zu machen.
Viele Gewürze sind in Lateinamerika heimisch. Die Gewürzvanille, eine Gattung epiphytischer kletternder Orchideee, stammt ursprünglich aus den mexianischen Regenwäldern. Auch der Chilipfeffer, der eigentlich zur Gattung der Paprika gehört, stammt aus Lateinamerika. Die Muskatnussgewächse sind vor allem auf den Westindischen Inseln und Brasilien weit verbreitet. Auch an den nicht heimischen Gewürz- und Kräuterpflanzen findet man in Lateinamerika eine reiche Auswahl.
 |