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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt
 up 5.4.13 Andine Höhenstufen

5.4.13.1 Páramo

Die Páramos sind im nördlichen, feuchteren Abschnitt der Anden verbreitet. Sowohl auf der Westseite, als auch auf der Ostseite werden sie unten von Bergregenwäldern gesäumt. Der allgemeine Wärmemangel und häufige Fröste, besonders in der Nacht, sind für das Ausbleiben einer geschlossenen Walddecke verantwortlich. Trotz der Fröste befinden wir uns nach der Tropendefinition von Troll immer noch in den Tageszeitenklimaten. In Mucubají auf 3600 m Höhe liegen die Mittelwerte der Monatstemperatur zwischen 4,4 und 6,7°C, die Tagesschwankungen betragen regelmäßig zwischen –2 und 14°C, bei stärkerer Bewölkung weniger. Bei einem Niederschlag von 800 mm im Jahr und einer siebenmonatigen Regenzeit ist das Klima bei diesen Temperaturen als humid einzustufen. Zwischen November und Mai herrscht Trockenheit. In diese Periode fällt auch das Wachstum der Pflanzen, da nun die Temperaturen etwas höher liegen, als in der Regenzeit.

Páramo-Vegetation

Es tritt als neues Element tropischer Höhenstufung eine immergrüne Vegetationsformation aus geschlossenem Grasland mit prägnanten Schopf- und Wollkerzenpflanzen in Erscheinung. Die wichtigste Vegetationsformation sind Arten der Gattung Espeletia (der Andenaster). In den Mulden bilden sich Moore und Mooslandschaften aus. Kleine Polylepis-Wälder reichen bis weit über 4200 m bei 2°C Jahresdurchschnittstemperatur. Hier bevorzugen sie meist Blockhalden, die bei Westexposition etwa um 7°C wärmer sind, als ihre Umgebung. Über 4600 bis 4900 m findet man keine Vegetation aus Gefäßpflanzen mehr. Nach oben hin wird diese Zone von Schnee abgelöst.

Páramo-Vegetation
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