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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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5.4.12.2 Araukarienwald

Der Araukarienwald ist in den Südanden von 600 bis 1600 m verbreitet und bildet auf der Westseite eine eigene Höhenstufe. Darüber befindet sich die Stufe des Nothofagus antarctica-Knieholzes (Ñirre). An der Ostseite bildet sie keine eigene Höhenstufe und bildet gemeinsam mit der Lenga, einer weiteren Nothofagusart, den Übergang zur patagonischen Steppe. Die Bestände werden 30 bis 35 m hoch. Araukania auracana liefert kein gutes Bau- oder Möbelholz. Dennoch werden die Bestände rücksichtslos eingeschlagen, um aus Holzmehl (Chips) Zellulose für den gierigen japanischen Markt zu erzeugen. Glücklicherweise liegen einige Bestände in Nationalparks und werden dort erhalten, eines dieser Schutzgebiete, Los Paraguas, ist sogar der schönen Waldformation gewidmet und trägt auch ihren Namen: Wie aufgespannte Regenschirme (paraguas) sehen nämlich die erwachsenen Exemplare der chilenischen Araukarie aus. Sie erlebt als Zierpflanze übrigens derzeit einen regelrechten Boom in Europa, wo sie in frostarmen Regionen ganzjährig im Garten gedeiht oder sonst als „Zimmertanne“ im Haus oder Wintergarten gehalten wird.

siehe auch subtropischer Araukarienwald

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