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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt

5.4.9 Mittelchilenische subtropische Hartlaubwälder

Dem nördlichen Teil der Monte liegt auf der westlichen Seite der Anden der mittelchilenische subtropische Laubwald. Wie überall auf der Westseite der Kontinente herrscht zwischen dem Cf und dem BS-Klima, so also auch in Mittelchile, das Mittelmeerklima – trockene Sommer und feuchte Winter (bei etwa 13-15°C und 350 bis 1500 mm Jahresmittelwerten) lassen Hartlaubbäume und immergrüne Gehölze wachsen, daneben existieren lorbeerartige, laubabwerfende und dornige Baum- und Straucharten. Die Böden werden meist von einem dunklen humosen Horizont über hellen Lehm gekennzeichnet.

Verschieden Laubwaldtypen sind zu unterscheiden:

Der Belloto-Wald ist ein sehr feuchter Waldtyp und wird nur aus immergrünen Bäumen zusammengesetzt und wächst in den niederschlagsreichen, nebligen der Küste zugewandten Lagen. Hier gedeihen Lianen und Tillandsien.

Der Peumo-Wald gehört im Südteil der Region zur dominierenden Waldgesellschaft. Seinen Namen erhält er vom etwa 12 m hohen immergrünen Peumo-Baum. Im südlichen Bereich treten bereits Nothofagus-Arten (Südbuchen) auf.

Der Boldo-Wald und Quillai-Wald bevorzugt trockenere Standorte als der Peumo-Wald. Beide sind nach ihren Leitbäumen benannt, und bilden etwa 12-15 m hohe Bestände. Die Strauchschicht wird auch von xerophytischen Dornsträuchern besiedelt. Der Quillai-Wald wird stärker genutzt, da seine Rinde zur Seifenherstellung verwendet wird.

Häufig ersetzt ein immergrünes Hartlaubgebüsch mit dornigen Sträuchern die Wälder. In den niederschlagsärmeren Bereichen der Längstalsenke und im Regenschatten der Küstenkordillere kommen Schirmkaziengewächse häufig vor, die oft in Reinbeständen zu finden sind. In wenigen Tälern der Küstenkordillere ist auch noch ein Palmenwald erhalten, mit 25 m hohen, und 1 bis 2 m dicken Chile-Palmen. Durch die zunehmende Beweidung nimmt der Palmenbestand immer mehr ab.

Im Norden werden die Hartlaubwälder nach oben gegen die Anden hin von Dornstrauch-Sukkulenten abgelöst, immer öfters als Sekundärgebüsch in folge übermäßiger Beweidung, im Süden hingegen von Südbuchenwäldern.

 down 5.4.9.1 Subtropische Dornstrauch-Sukkulentengehölze
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