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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt
 up 5.4.8 Subtropische Gras- und Strauchvegetation
 up 5.4.8.1 Die Pampa

5.4.8.1.1 Das Problem der Pampa

Die Pampa gibt seit langem der Wissenschaft Rätsel auf. Angesichts der Klimadaten ist es verwunderlich, warum keine natürlichen Baumbestände hier zu finden sind. Die Geschichtsbücher berichten, dass selbst die ersten Europäer baumlose Grasfluren hier angetroffen haben. Kurioserweise kommt es erst an den Trockengrenzen zur Ausbildung von Trockenwald und Gebüschen. So wird seit gut einem Jahrhundert über das „Pampa-Problem“ diskutiert.

Eine mögliche Erklärung könnte die trotz der relativ hohen Niederschläge die negative Wasserbilanz, immer wiederkehrende lange Jahre der Dürre, ungünstige Bodeneigenschaften, fehlender Wasserabfluss oder Sodaverbrackung sein. Auf steinigen Lagen, oder Hängen kommen vereinzelt Gehölze vor. Trotz allem sollte man sich vor Augen halte, dass ein großer Teil von dem, was man heute unter Pampa versteht, sekundär angelegt ist und sehr wohl Gehölzbestand hatte. Die natürliche Grassteppe der eigentlichen Pampa bedeckte weit geringer Gebiete, als der heutige Kulturraum der mundartlichen Pampa.

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