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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt
 up 5.4.8 Subtropische Gras- und Strauchvegetation

5.4.8.1 Die Pampa

Das größte „Steppen“-Gebiet im subtropisch-warmgemäßigten Klima ist die Pampa Argentiniens und Uruguays und umfasst etwa 500.000 km². In Uruguay bedeckt sie hügeliges Relief in Argentinien ist die dafür bretteben. Einen entsprechenden Baumbewuchs, wie in den Savannen gibt es hier nicht, da es keine Baumarten gibt, die Brände ertragen würden. Das Klima hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 14 bis 17°C bei Niederschlägen zwischen 600 und 1000 mm. Während der maritime Einfluss dem Osten die Niederschläge über das ganze Jahr halbwegs gleichmäßig verteilt, ist der westliche Teil sommertrocken.

Mit dem Wort "Pampa" wird in der Quechua-Sprache ganz allgemein eine baumlose Ebene bezeichnet, im pflanzengeographischen Sinn ist das Grasland Ostargentiniens gemeint. Die Graslandpampa ist eines der landwirtschaftlich wertvollsten Gebiete Argentiniens und Lateinamerikas. 60% des Viehbestandes, 80% des Ackerlandes sind in der Pampa konzentriert. Sogar 95% der Weizenernte werden dort erzeugt und etwa zwei Drittel der argentinischen Bevölkerung wohnen in diesem Gebiet. Daher sind von dem ursprünglichen Grasland nur mehr sehr wenige Teile übrig geblieben - es handelt sich großteils um Kulturland mit stark beeweideten Flächen und europäischen Pflanzen- und Getreidearten (Luzerne-Äcker).

Die Böden bestehen aus Löß, die jedoch schlecht drainiert sind, wodurch große Abflusslose Gebiete mit Seen und Tümpeln entstehen.

Die Grassteppe der Pampa wird aus Gräsern gebildet, die über einen Meter hoch werden können. Kräuter sind nur sporadisch vertreten. Besonders verbreitet sind Stipa-, Piptochaetium-, Panicum-, und andere Gräser, bei denen die abgestorbenen Halme lange erhalten bleiben. Die Artenzusammensetzung schwankt mit der Eigenschaft des Bodens. Bei sodareichen Böden dominiert Districh-Rasen, bei größerem Süßwassereinfluss bilden sich hohe Grasfluren aus Cortaderia selloana.

 down 5.4.8.1.1 Das Problem der Pampa
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