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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt
 up 5.4.6 Die Vegetation Mexikos

5.4.6.1 Die Höhenstufen in Mexiko

Auf die tiefer gelegenen Bereiche der tierra caliente folgen die tropischen Bergwälder der tierra templada. Diese Zone erstreckt sich in Mexiko zwischen 700 und etwa 1700 m, reicht aber im Süden höher hinauf als im Norden. An den regenfeuchten Berghängen der Luvseiten gedeihen immergrüne Laubwälder mit dichtem Unterholz, Moospolstern und Flechten, an den viel trockeneren Leeseiten hingegen xerophile Waldgesellschaften mit Kiefern und laubabwerfenden Wäldern. Mit zunehmender Höhe bestehen die Wälder immer mehr aus Laubbaumarten des Nordens, wie Eichen, Linden, Ulmen, Ahorn, Erlen, Magnolien und Erikaceen, sowie Tannen und Kiefern. Nicht selten erinnern solche Landschaften an die Kiefernwälder gemäßigter Breiten.

Innerhalb der tierra fría, etwa von 1700 m/2000 m bis zur Vegetationsgrenze dominieren Tannen (Abies religiosa), Wacholder und Zypressenarten und treten mit Kiefern und Laubgehölzen auf. In größeren Höhen werden sie von Grasfluren und Matten abgelöst, zum Teil in Form von Steppen mit schmalblättrigen Gräsern.

In höheren Lagen zeigt die Pflanzenformationen viel mehr Ähnlichkeiten mit den südhemisphärischen Hochanden (Puna- und Páramo-Gesellschaften) auf, als mit den Kordilleren der USA im nordhemisphärischen Pflanzenreich, wozu ja auch Mittelamerika, das erst im Jungtertiär über die sich damals bildende zentralamerikanische Landbrücke eine terrestrische Verbindung nach Südamerika besitzt. In den Gebirgsregionen Mexikos treffen boreale Pflanzengattungen mit tropisch-montanen bis subantarktischen Arten zusammen

Puna-Vegetation am Popocatepetl

Im nördlichen Bereich des Mexikanischen Hochlandes ist die natürliche Vegetation äußerst lückenhaft und besteht aus Agavenhainen und blaugrünen Kreososteppen (mit Larrea mexicana), die sich mit Baumstämmen mit Yucca-Gewächsen abwechseln.

Im südlichen Plateaubereich wird intensiver Anbau betrieben. Die ursprüngliche natürliche Vegetationsbestand aus weiten Gras- und Buschsteppen. Im Norden und Osten gehen diese Bereiche in die Wüstenvegetationen Niederkaliforniens und der Prov. Sonora über.

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