Als Pantanal von Mato Grosso bezeichnet man das 140.000 km² große Gebiet des nördlichen Einzugsbereiches des Rio Paraguay. Dieses Gebiet besitzt praktisch kein Gefälle und wird während der Regenzeit bis zu fünf Monate land überschwemmt. 1988 standen hier 100.000 km² sechs Meter unter Wasser. Durch die geringe Neigung erfolgt der Abfluss über den Rio Paraguay entsprechend langsam, oft dauert der Abfluss über drei Monate. Also charakterisieren zahlreiche Seen, alte Flussarme, Umlaufseen, kleine Inseln, Inseln aus Termitenhügeln das Gebiet, deren Reliefenergie aber selten ein Meter übersteigt.
Die durch die Überschwemmungen schlecht durchlüfteten Böden lassen keinen Baumbewuchs zu, daher ist der vorherrschende Vegetationstyp eine Überschwemmungs-Grassavanne. Auf den Inseln kommt im Norden z.T. eine Campos Cerrados-Vegetation auf, weiter im Süden kommen Arten des subtropischen Regenwaldes vor, im Südwesten immer mehr Arten des Chaco. An den Flussufern wächst Galeriewald, der einige Arten der Várzea und Igapó-Wälder enthält. Auf besonders nassen Standorten wachsen verschiedene Schwimmpflanzen. |