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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt
 up 5.4.5 Savannen
 up 5.4.5.1 Offene Baumsavannen Brasiliens

5.4.5.1.2 Das Rätsel des Campo Cerrado

Die Campos Cerrados haben der Wissenschaft lange Zeit Rätsel aufgegeben, denn immer hat die Tatsache überrascht, dass auf den viel trockeneren Standorten der Caatinga sich ein Trockenwald mit Bäumen bis 30 m ausbilden kann, in der Caatinga jedoch nur 5 m hohe Stämmchen gedeihen können, die geradezu kümmerlich wirken. Das Klima lässt eine weitaus üppigere Vegetation erwarten. Die anfängliche Vermutung, dass Brände Ursache der Baumfreiheit sein könnten, wurde im Laufe der Erforschung ausgeschlossen.

Neuere Untersuchungen sehen einen Zusammenhang mit den Bodeneigenschaften. Viele der hier vorkommenden Arten sind endemisch (d.h. sind hier zu Hause). Analysen haben gezeigt, dass der gesamte Bereich von sehr sauren Böden mit hohen, toxisch wirkenden Aluminiumgehalten bedeckt wird. Viele der Arten der Campos Cerrados sind gegen hohe Aluminiumgehalte im Boden immun. Weiters fand man heraus, dass der Nährstoffgehalt der Böden von den Campos sujo zum Cerrardão zunimmt, der Aluminiumgehalt hingegen abnimmt.

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