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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt
 up 5.4.1 Die tropischen Regenwälder Lateinamerikas
 up 5.4.1.5 Regenwald der brasilianischen Küste

5.4.1.5.1 Brasilianischer Küstenregenwald

Dass entlang der brasilianischen Küste der Regenwald so weit nach Süden reicht, hat klimatische Gründe. Die Jahresdurchschnittstemperaturen nehmen zwar von Nord nach Süd von 24°C auf 18°C ab, sind aber durch Küstennähe sehr ausgeglichen. Mitverantwortlich ist der warme Brasilstrom, der am Nordostsporn nach Süden abbiegt und die gesamte Küste bis weit nach Süden mit warmen Wasser versorgt. Die Seewinde bringen feuchte Luftmassen, die dem nördlichen Bereich 1800 bis 2000 mm Niederschläge/Jahr bringen, dem südlichen Teil sogar 4000 mm, ohne ausgeprägter Trockenperiode. So kann der brasilianische Küstenregenwald zum immergrünen tropischen Regenwald gerechnet werden. Der trockenere Nordabschnitt geht in einen immergrünen Saisonregenwald über. Ganz im Süden macht sich der Einfluss der Subtropen bemerkbar: deutlich weniger Niederschläge in der kühleren Zeit.

Die Wälder gleichen im Artenreichtum denen des Amazonastieflandes, allerdings in anderer Artenzusammensetzung. So treten hier gegenüber dem Amazonaswald Brettwurzeln weniger in Erscheinung, dafür enthält er mehr Baumfarne, Palmfarne und unterständige Palmen. Charakteristisch sind die helle Rinde der Bäume und ihr dunkelgrünes Laub, so wie der ungeheure Reichtum an Epiphyten, besonders der Orchideenarten und Lianen. Die Böden sind tief verwittert, gut durchlüftet und humusreich.

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