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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 3 Hydrologie, oder: Die Gewässer Lateinamerikas
 up 3.2 Limnologie: Die Binnengewässer Lateinamerikas
 up 3.2.2 Seen in Lateinamerika
 up 3.2.2.3 Obstruktiv gebildete Seen

3.2.2.3.1 Strandsee

An Ausgleichsküsten kann es zur Ausbildung kleinerer und größerer Strandseen kommen. Sie können auf unterschiedliche Weise entstanden sein. Zum Teil handelt es sich um durch Strand- oder Dünenwälle abgeschnürte ehemalige Flussmündungen, das Wasser dieser (kleineren) Flüsse sickert durch den Sand der Strandwälle und hat damit einen natürlichen Abfluß. Solche Strandseen werden auch als Limane bezeichnet. Strandseen können sich aber auch durch Abschnürung von Meeresbuchten durch Haken und Nehrungen bilden. Hat ein solcher Strandsee noch einen Ausgang zum Meer, wird er als Haff bezeichnet. Schließlich finden sich kleinere, langgestreckte, oft temporäre Strandseen inmitten paralleler Dünenwälle. Aus Norddeutschland geläufig, in Lateinamerika jedoch unbekannt sind die Noore, die im hintersten Teil der Förden durch Strandversatz abgeschnürt werden.

An den lateinamerikanischen Flachküsten finden sich zahlreiche Strandseen. Nahezu die gesamte mexikanische Küste zum Golf hin wird durch sie charakterisiert. Aber auch an der zentralamerikanischen Karibikküste und der südbrasilianischen Küsten finden sich Strandseen und die ihnen zugeordneten Dünen- und Strandwälle. Dort wo Steilküsten herrschen, können sich naturgemäß keine Strandseen bilden, so dass die südamerikanische Pazifikküste und die Küste vor der brasilianischen Serra do Mar frei davon sind.

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