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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 3 Hydrologie, oder: Die Gewässer Lateinamerikas
 up 3.2 Limnologie: Die Binnengewässer Lateinamerikas
 up 3.2.2 Seen in Lateinamerika
 up 3.2.2.2 Destruktiv gebildete Seen

3.2.2.2.1 Glaziale Seen

Das sog. Neumaiersche Prinzip, wonach sich Stoffe unterschiedlicher Dichte in Form von Wellen übereinander bewegen, und die spezifische Physik der Eisbewegung in Großschollen bringen in enger Zusammenarbeit nicht nur gestufte Längsprofile der Täler hervor, sondern auch die verschiedensten Hohlformen. Für die Entstehung von Karen (und späteren Karseen) kommt noch die starke physikalische Verwitterung (Forstsprengung) an der sog. Schwarz-Weiß-Grenze zwischen (dunklem) Feld und (weißem) Firn hinzu, die die Ränder der Hohlform erweitert und damit ihr Volumen vergrößert. Bei den Zungenbeckenseen wirkt dagegen die Akkumulation des vom Gletscher transportierten Materials mit. Dieses wird als Endmoränen vor der Gletscherzunge aufgewölbt und bildet einen natürlich Damm gegen den freien Abfluß der Schmelzwässer, die sich - ist die Gletscherzunge erst einmal abgetaut - hinter den Endmoränen als länglich ausgeformte Seen stauen. So hat der Zungenbeckensee auch obstruktive Ursachen, da aber in erster Linie die glaziale Übertiefung für die Hohlformbildung verantwortlich ist und sich somit auch ohne Endmoränen eine Wasserfläche bilden würde, gehört er dennoch zum Typus der destruktiv gebildeten Seen.

 down 3.2.2.2.1.1 Lago Argentino
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