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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 3 Hydrologie, oder: Die Gewässer Lateinamerikas
 up 3.2 Limnologie: Die Binnengewässer Lateinamerikas
 up 3.2.1 Die Flüsse Lateinamerikas
 up 3.2.1.4 Die Nutzung der Wasserkraft

3.2.1.4.1 Itaipú - das weltgrößte Wasserkraftwerk

Der Itaipú-Stausee, dessen Wassermassen die 18 Turbinen des gleichnamigen Wasserkraftwerks antreiben, liegt an der Grenze von Paraguay und Brasilien, ca. 14 km nördlich der "Freundschaftsbrücke", die beide Länder zwischen ihren Städten Foz do Iguaçu und Ciudad del Este verbindet, und nahe der Grenze zu Argentinien. Nach jahrelangen Planungen wurde der Staudamm 1982 fertiggestellt. Das Wasserkraftwerk hat eine Kapazität von 12.600 Megawatt, die mit den 18 Generatoren (a 700 MW) erzeugt werden kann. Mit der in Itaipú erzeugten Energie werden 95 % des Elektroenergiebedarfs von Paraguay und 24% des brasilianischen Konsums abgedeckt. Die Baukosten betrugen 20 Mrd. US-Dollar.

Kraftwerksturbine

Das Staudammprojekt hatte jedoch auch gravierende ökologische und soziale Folgewirkungen. 6900 Bauernfamilien mußten weichen, weitere 1600 nichtlandwirtschaftliche Gebäude aufgegeben werden. Insgesamt waren in Brasilien 42.400 Bewohner und in Paraguay ca. 25.000 Bewohner von Enteignungen und Umsiedlungen betroffen. Der Stausee schluckte 800 km² Agrarfläche und 600 km² Waldland. 577 km Straßen und Wege wurden überflutet und 50 km Eisenbahnstrecke verwanden auf dem Seegrund.

Heute ist Itaipú sowohl für Ferntouristen aus Übersee (Besichtigung) als auch für Brasilianer (Wassererholung, Ökomuseum) ein beliebtes Urlaubsziel.

Einige Fakten zu Itaipú

  • Die Staudammhöhe von 196 m entspricht einem 65stöckigen Gebäude
  • Mit dem verbauten Eisen und Stahl könnte man 380 Eiffeltürme bauen
  • Die Leistung entspricht der Leistung von 434.000 Barrel Erdöl/Tag
  • Der Abtrag von Erde und Gestein betrug das 8,5fache des Eurotunnels zwischen Frankreich und England.
Kraftwerk Itaipú
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