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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 3 Hydrologie, oder: Die Gewässer Lateinamerikas
 up 3.2 Limnologie: Die Binnengewässer Lateinamerikas
 up 3.2.1 Die Flüsse Lateinamerikas

3.2.1.4 Die Nutzung der Wasserkraft

Trotz seines beeindruckenden Wasserreichtums ist das hydroelektrische Potential Lateinamerikas auf wenige Hauptregionen beschränkt. Neben dem Wasserdargebot ist die Reliefenergie entscheidend, und diese ist nur im Hoch- oder Mittelgebirge und an markanten Geländestufen oder Flexuren (Verbiegungen der Erdoberfläche) gegeben. Damit scheiden aride Regionen ebenso für die Gewinnung von Energie aus Wasser aus wie die Regionen exzessiver Talbildung, d.h. rezenter Rumpfflächenbildung. Wenn dennoch Stammdämme in schwach reliefierten Flachmuldentälern errichtet werden, wie dies in dem unter extremer Energieknappheit leidenden Brasilien der Fall ist, werden riesige Flächen überflutet, die Stromausbeute bleibt dennoch relativ gering.

Wesentlich besser sind die Bedingungen in den nicht vollariden Teilen der Hochkordillere und am Andenrand, wo große Pumpspeicherwerke angelegt wurden. Wo die Flüsse ausreichend Wasser transportieren, sind auch Laufkraftwerke möglich. Das größte künstliche Wasserreservoir zur Stromerzeugung ist der Itaipú-Staudamm im Dreiländereck Brasilien-Paraguay-Argentinien.

 down 3.2.1.4.1 Itaipú - das weltgrößte Wasserkraftwerk
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