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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 3 Hydrologie, oder: Die Gewässer Lateinamerikas
 up 3.2 Limnologie: Die Binnengewässer Lateinamerikas
 up 3.2.1 Die Flüsse Lateinamerikas
 up 3.2.1.1 Sedimentführung

3.2.1.1.2 Schwarzwasserfluss

Schwarzwasserflüsse führen klares Wasser, das jedoch braun gefärbt ist. In ihnen entfaltes sich wegen des hohen Säuregrades kaum pflanzliches oder tierisches Leben.

Im Unterschied zu den Weißwasserflüssen entspringen Schwarzwasserflüsse in oft anmoorigen Regionen auf kristallinen Untergründen. Dadurch besitzen sie - wenn überhaupt - eine eher durch gröbere Quarz- und Gruspartikel gebildete Sedimentfracht. Bestimmend für ihre in Schrägsicht tiefschwarz erscheinende Oberfläche - in Wahrheit ist das Wasser braun, aber völlig klar - ist die Sättigung mit Humussäuren, die aus den Hochmooren stammen, die sich im Quellbereich auf den Hochmooren der alten Schilde ausgebildet haben. Die meisten Schwarzwasserflüsse entspringen also im Guayanabergland und strömen dem Río Orinoco oder dem Rio Amazonas zu. Der bekannteste ist der Rio Negro, dessen Bezeichnung namengebend für diesen Flusstyp ist. Der Nährstoffgehalt tendiert in diesen Flüssen gegen Null, da nicht nur die nährstoffreichen Sedimente fehlen, sondern auch die Humussäuren zusätzlich alles Leben abtöten.

 down 3.2.1.1.2.1 Rio Negro
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