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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 3 Hydrologie, oder: Die Gewässer Lateinamerikas
 up 3.2 Limnologie: Die Binnengewässer Lateinamerikas
 up 3.2.1 Die Flüsse Lateinamerikas
 up 3.2.1.1 Sedimentführung
 up 3.2.1.1.1 Weißwasserfluss
 up 3.2.1.1.1.1 Dammuferfluss

3.2.1.1.1.1.3 Orinoco

DerOrinoco, im Oberlauf Paraguá genannt, gehört mit seinen 2 140 km Länge nicht zu den zehn längsten Strömen Süd- oder gar Lateinamerikas. Dennoch bildet er eines der drei großen hydrographischen Becken Südamerikas. Er entspringt in der Sierra Parima im Bergland von Guayana. Nach Austritt aus dem Hochland umfließt er dieses in großem, nach Nordosten offenem Bogen. 40 km unterhalb Esmeralda stellt die durch Alexander von Humboldts Forschungen bekannte Bifurkation über den 290 km langen Río Casiquiare und den Rio Negro eine Verbindung mit dem Amazonas her. Später fließt er nach Norden und bildet einen Teil der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien. Anschließend stürzt er über die Stromschnellen von Maipures und Atures und erhält von Westen Zufluss von Meta und Apure.Unterhalb der Mündung des Río Apuré beginnt der ostwärts gerichtete Unterlauf des Orinoco in den Savannen der Llanos. Er mündet mit vier großen und zahlreichen kleinen Mündungsarmen in einem etwa 30 000 km2 großen und 190 km langen Delta in den Atlantischen Ozean.

Das gesamte Einzugsgebiet des Stromes umfasst ungefähr 1.165.500 Quadratkilometer. Die durchschnittliche Abflussmenge beträgt etwa 30 Millionen Liter pro Sekunde, wobei der Hauptteil dieser Menge aus Schmelzwasser besteht. Der Orinoco ist auf einer Länge von etwa 420 Kilometern für Hochseeschiffe befahrbar, von der Mündung bis zur Stadt Ciudad Bolívar, dem wichtigsten Handels- und Verarbeitungszentrum des Orinocobeckens. Für kleinere Schiffe ist der Fluss etwa 1.600 Kilometer schiffbar.

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