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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 3 Hydrologie, oder: Die Gewässer Lateinamerikas
 up 3.1 Die Ozeane und Meere Lateinamerikas

3.1.1 Der Meeresboden

Pazifik und Atlantik weisen im Bereich Lateinamerikas bei allen Ähnlichkeiten markante Unterschiede des Meeresbodens auf. Zu den Gemeinsamkeiten gehört das Vorhandensein aller marinen Oberflächenformengruppen (Vollformen: Rücken, Schwellen, Plateaus; Hohlformen: Becken, Mulden, Gräben). Sie sind jedoch in sehr unterschiedlicher Form gruppiert. Hierfür ist der Plattenbau der Erdkruste verantwortlich. An der Pazifikküste Lateinamerikas stoßen die sich langsam in Richtung Westen bewegende Amerikanische Platte mit den dynamischen und wesentlich kleineren Einheiten der Kokos-Platte (Mittel-/Zentralamerika) und Nazca-Platte (nördliches und zentrales Südamerika) zusammen, die sich nach Osten und zugleich in Form einer Seitenverschiebung auch nach Norden bewegen. Dadurch wird an der Westküste ozeanisches Krustenmaterial subduziert (in die Tiefen des Erdmantels verfrachtet), die Ausbildung eines außerordentlich tiefen Meeresgrabens (8050 m) ist die Folge (Atacama- oder Perugraben) unmittelbar vor der Küste ist die Folge.

Im Atlantik dagegen reicht der Schelf weiter in das Meer hinaus und erreicht bei den auf dem Schelf gelegenden Falkland-Inseln im Süden seine größte Ausdehnung. Anders stellt sich das Amerikanische Mittelmeer dar. Sein karibischer Teil liegt auf der Karibik-Platte, die, eingelagert in die Amerikanische Platte, sich wiederum in außerordentlich aktiver Bewegung befindet. Hier trennt der 7680 m tiefe Caymangraben die Karibik vom Mexikanischen Golf und der mit 9219 m noch tiefere Puerto-Rico-Graben vom Atlantik.

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