Sie liegen, wie der Name schon sagt, im Bereich der Wendekreise und stehen unter dem Einfluss der Rossbreiten und unter den von ihnen ständig abwehenden Passatwinden. Die dauernd absinkende Luft der Passatwinde erzeugen ein konstantes Hoch und führt zu einer starken Erwärmung der Landmassen. Zudem lassen diese Verhältnisse kaum Wolkenbildung zu (im Gegensatz zu aufsteigender Luftbewegung). Die weitere Folge sind extrem hohe Sonneneinstrahlung, die durch die geringe Wolkenbedeckung höher als in den inneren Tropen ausfällt, und geringe Luftfeuchte. Dies alles bedingt extrem trockeneVerhältnisse. Die äquatorwärts gerichtete Verfrachtung trockenheißer Luftmassen führt überall zur Wüstenbildung, wo die Winde Festlandflächen überwehen und daher keine Feuchtigkeit aus dem Meer mit sich führen, die sich über dem Festland abregnen könnte.
Obwohl die größte Wüste der Erde, die Sahara, eine fast reine Passatwüste darstellt, so ist in Lateinamerika extremeTrockenheit nicht ausschließlich dem Passat zuzuschreiben. Er ist wohl Auslöser saisonaler Trockenheit am Rande der inneren Tropen, die Regionen intensivster Aridität haben aber auch andere Ursachen .
Unter passatischen Einfluss stehen aber ohne Zweifel die Trockenzonen des subtropischen Südamerikas (NW-Argentinien, Chaco), NE-Brasiliens und einigen Teilen Mittelamerikas und Mexikos. |