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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 4.2 Dynamische Klimatologie - Grundzüge der atmosphärischen Zirkulation in Lateinamerika
 up 4.2.1 Astronomisch-mathematische Grundlagen zur atmosphärische Zirkulation

4.2.1.6 Jet-Strams

Im Übergang polarer Luftmassen zu den subtropischen Wärmezellen entsteht an der Kontaktlinie zwischen warmer und kalter Luft der sogenannte Jetstream. Es handelt sich um einen pulsartigen von West nach Ost fließenden Luftstrom in etwa 10-11 km Höhe, der eine maximale Geschwindigkeit von weit über 300 km/h erreichen kann. Die Richtung und Geschwindigkeit dieser Höhenströmung wird nicht mehr durch die ablenkende Reibung der Erdoberfläche beeinflusst, sondern nur durch das Fließen von Hochdruck- zu Tiefdruckgebieten und der Corioliskraft. Durch des Kontaktes polarer Kaltluft und tropischer Warmluft wird er daher Polarfront-Jetstream genannt. Seine Existenz hängt stark von dem steilen Druckgradienten zwischen den beiden Luftmassen ab. Die Höhenlage des Polarfront-Jetstreams entspricht der normalen Flughöhe von Verkehrsflugzeugen. Je nach Flugrichtung erhöht oder vermindert er in die Fluggeschwindigkeit relativ zum Erdboden.

Ein zweiter für die globale Zirkulation der Atmosphäre wichtiger Jetstream bildet sich in den Subtropen. Der Subtropische Jetstream, ebenfalls eine Westströmung, liegt unmittelbar über der Hadley-Zelle und erreicht Maximalgeschwindigkeiten von bis zu 380 km/h.

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