Die transatlantischen Beziehungen sind lange Zeit nur als der Austausch zwischen den Gesellschaften des Nordatlantik verstanden worden. Davon weitgehend unabhängig wurden die iberischen bzw. ibero-amerikanischen Beziehungen betrachtet, die auch heute noch einen herausragenden Charakter für die europäisch-lateinamerikanische Verständigung besitzen. Angesichts der Re-Orientierung Lateinamerikas auf die USA und der Bemühungen um eine amerikanische Freihandelszone soll im Rahmen des Beitrages dargestellt werden, dass eine fruchtbare Analyse nur in der Dreiecksbeziehung zwischen Europa-USA- Lateinamerika Sinn macht, auch wenn die politische Praxis dies bislang wenig zur Kenntnis nimmt. Das Beispiel der Beziehungen zu Kuba läßt erkennen, dass die europäischen Handlungsspielräume von den Akteuren in Europa als eingeschränkt wahrgenommen werden bzw. von den USA so zu präsentieren versucht wird.
Dr. Günther Maihold, geboren am 18. Juli 1957 in Regensburg, Studium der Soziologie und Politikwissenschaft , 1982 M.A in Politikwissenschaften und Soziologie. PROMOTION 1987 mit der Dissertation: „José Carlos Mariátegui und das indigenistische Denken in Peru. Zum Verhältnis von kultureller Identität, Staat und Nation“ an der Universität Regensburg. 1982-1988 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Wissenschaftliche Politik und Öffentliches Recht, von 1988 - 1995 Projektleiter für gesellschaftspolitische Beratung sowie Koordinator der Friedrich-Ebert-Stiftung in Mexico, Nicaragua, Panama und Costa Rica dann bis Mai 1999 Referent im Referat Lateinamerika und Karibik der, Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn. Seit 1.6.1999 Direktor des Ibero-Amerikanischen Institutes Preußischer Kulturbesitz in Berlin. |