Während des behandelten Zeitraumes kamen nur „auserwählte“ Jungen und einige wenige Mädchen in den Genuss eines Lese- und Schreibunterrichts. Im Jahre 1907 führte Francisco Pierini sog. „Escuelas superiores“ ein, in denen eine beschränkte Schülerzahl auch in allgemein bildenden Fächern unterwiesen wurde. Diese Entwicklung entsprach der Empfehlung des Paters Cardús, sie orientierte sich aber nicht ausschließlich daran. Es wurden nämlich auch „weltliche“ Gesichtspunkte berücksichtigt: Der Lehrplan wurde jenem der staatlichen Grundschulen angeglichen, teilweise wurden „weltliche“ Lehrmaterialien verwendet.
Zudem wurde auch versucht, „weiße“ Lehrer für diese Schulen zu gewinnen. Der Erfolg blieb in diesem Punkt aber großteils aus. Auch waren in den Missionen nur zeitweise zwei Patres, sodass die Schule nicht in dem von Cardús gewünschten Ausmaß betreut wurde. Der Forderung Cardús, dass allen Jungen das Lesen und Schreiben auf Spanisch gelehrt werden sollte, konnte aufgrund der mangelhaften Personalsituation nicht nachgekommen werden. Die Patres waren aber auch nicht durchwegs davon überzeugt, dass ein Castellano-Unterricht für alle angemessen sei. |