Die Patres erkannten während des behandelten Zeitraumes die Wichtigkeit, der Mädchenerziehung breiten Raum zu widmen. Auch wurde der Schwerpunkt darauf gelegt, die Mädchen in ihre zukünftigen häuslichen und mütterlichen Aufgaben einzuweisen. Die Patres versuchten, „weiße“ Lehrerinnen für die Missionen zu gewinnen und errichteten eigene Gebäude für die Mädchenschule. Diese waren teilweise als Internate konzipiert. Auch achteten die Patres darauf, dass in den Mädchenschulen ein strenges Reglement eingehalten wurde.
Eine vollständige Umsetzung der von Cardús aufgestellten Leitlinien scheiterte aufgrund des „mangelhaften“ bzw. mangelnden Lehrpersonals. Die „weißen“ Lehrerinnen wurden häufig dem moralisch-religiösen Idealbild nicht gerecht. Der Versuch, diese personellen Defizite durch die Ansiedlung von Missionsschwestern zu beheben, scheiterte. Auch die Bestrebungen, für eine „fundiertere“ Schulung der Guarayos-Lehrerinnen zu sorgen, hatten nur teilweise Erfolg. |