Das bolivianische Tiefland umfasst die Departamentos Pando, Beni und Santa Cruz, damit fast zwei Drittel der Landesfläche Boliviens, die 1.098.581 km2 beträgt. Das Gebiet wird oft auch als „Oriente“ bezeichnet. Im Gegensatz zum Hochland ist es sehr dünn besiedelt, Teile sind bis heute unerschlossen.
Die größte Bevölkerungsgruppe Boliviens bilden die „Indianer“ (42,3 %), innerhalb derselben nehmen die Tieflandstämme aber nur einen schwindend kleinen Anteil aus. Den beiden großen indigenen Bevölkerungsgruppen im Hochland, den Aymaras und den Quechuas, stehen im Tiefland ca. 20 unterschiedliche indigene Gemeinschaften gegenüber, die nur 1 % der Gesamtbevölkerung Boliviens bilden. Viele indigene Gemeinschaften des Tieflandes sprechen eigene Sprachen, die insgesamt ca. neun verschiedenen Sprachfamilien angehören. |