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Jahrestagung der ARGE Österreichische Lateinamerika-Forschung 2002
Lateinamerika und Europa - Verflechtungen und Wechselwirkungen

Österreichisches Lateinamerika-Institut
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Lateinamerika und Europa: Verflechtungen und Wechselwirkungen. Plenarvorträge

Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus im Spiegel der Musik Europas.

Elena Ostleitner

Die Gestalt des Christoph Columbus hat zahlreiche Komponisten veranlasst, seine Entdeckung musikalisch zu verewigen. Am bekanntesten ist die von Carlos Gomes, einem zwar in Brasilien gebürtigen (1836-1896), aber in Italien lebenden Komponisten, umgesetzte Realisation in Form einer Oper. Doch schon rund ein Jahrhundert vor ihm zeigte sich ein Enkel von Johann Sebastian Bach, nämlich Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845), von diesem historischen Ereignis fasziniert. Johann Joseph Abert (1832-1915) zeichnet mit seinem op. 31, ein „Musikalisches Seegemälde“.

Bis ins 20. Jahrhundert ließen sich Komponisten von der Person des Christoph Columbus und seiner „Entdeckung“ zu einer Komposition inspirieren. Wie haben nun die Komponisten im Verlaufe der Zeit die „Empfindungen bei der Abfahrt“, die Seefahrt mit allen Wetterunbillen oder die Ankunft „Land in Sicht“ musikalisch umgesetzt?

Dr. Elena Ostleitner ist Ass.- Prof. am Institut für Musiksoziologie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Piranhas, Exil, Indianer, Befreiungstheologie, Ruinen, Rentenfonds ...: Das Universum österreichischer Hochschulschriften zu Lateinamerika 1970 – 2000/2001.

Markus Stumpf

Die Vielfalt der Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen Lateinamerika und Europa reflektiert sich auch in den österreichischer Hochschulschriften zu Lateinamerika. Den vielfältigen Zugängen und Themen zu Lateinamerika wurde versucht in einem bibliographischen Projekt nachzukommen, dessen Ergebnisse vorgestellt werden. Ein Versuch der Erfolg und Scheitern beinhaltet; letzteres gegeben durch die Erhebungsmethode (Erfassung der Daten größtenteils ohne Autopsie) und durch ein Mängelwissen, dass kurz- und mittelfristig nicht durch ein lexikalisches Wissen ausgleichbar ist. Lateinamerika entzieht sich letztlich durch seine Vielfältigkeit einer abgrenzenden umfassenden bibliographischen Erfassung. Dennoch, das eingeschränkt erfasste und erfassbare österreichische Universum Lateinamerikas bietet viele Einblicke, genauso wie ein weites Feld der tierra incognita.

Mag. Markus Stumpf, Universitätsbibliothek Wien.

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