Identitäten sind weder dauerhaft noch stabil, sondern durchaus veränderbar. Sie sind durch Bewußtsein, individuelle Erfahrungen und Selbständigkeit geprägt, die eine „widerständige Reaktion auf gegebene Verhältnisse“ erlauben (Nadig 1992: 30). Als eine Erfahrung, kann Widerstand die Identität eines Individuums prägen und verändern. Sie kann aber auch die bereits existierende Identität bestätigen und verstärken (Gupta/Ferguson 1996: 19).
Widerstand ist jedoch nur eine Möglichkeit alltäglicher Praktiken, denn „die Praxis der Menschen ist eher ein Lavieren zwischen Mitmachen und subtiler Verweigerung, ein Bewußtseinsprozeß ohne ein eindeutiges Ziel“ (Hasenjürgen 1993: 23). |