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Stadtentwicklung in Lateinamerika
Ao. Prof. Dr. Andreas Novy und Elisabeth Hammer
Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftsuniversität Wien
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 up 4 Polarisation
 up 4.1 Sozialräumliche Polarisierung wird produziert
 up 4.1.5 Polarisation statt Dualismus

4.1.5.2 Dualismus

Der Dualismus bzw. dualistische Theorien behaupten, dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun habe. Im Schweiße des Angesichts erarbeiten Menschen Reichtum. Der Erfolg der Einen liegt sowohl an den Fähigkeiten Einzelner als auch an der Art, wie Kulturen und Räume die Wirtschaft besser organisieren als andere. Macht wird ausgeblendet.

Der Dualismus teilt den Raum in zwei Typen ein, in “entwickelte” und “unterentwickelte”. Dem Fortschritt in einer Stadt bzw. Nation steht die Rückständigkeit und Traditionsverbundenheit in anderen gegenüber. In ersteren kommt es zu einer Dynamik der Entwicklung, weshalb diese Räume reich und mächtig sind und ein Großteil der Bevölkerung an der Entwicklung teilhat. Es ist dies die homogene Entwicklung, wie sie dem Zentrum zugeschrieben wird, das je nach Theoriestrang als Norden, Industrieland, Geberländer, Agglomeration oder Stadt bezeichnet wird. Hier gilt der biblische Spruch, wonach dem, der hat, gegeben wird.

Auf der anderen Seite gibt es die “unterentwickelten” Räume, in denen Armut vorherrscht. In diesen peripheren Räumen, die als Süden, Entwicklungsland, Nehmerländer, Hinterland oder Land bezeichnet werden, ist ein Teufelskreis der Armut beobachtbar. Die Armen sind demnach arm, weil sie arm sind. Sie sind aber auch gleichzeitig abhängig, ausgeschlossen und traditionell.

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