Inhaltlich ist das zentrale Lernziel zu vermitteln, dass städtische Probleme - d.h. Probleme, die in Städten auftreten, wie Wohnungsnot oder informelle Arbeitsverhältnisse - ihre Ursachen oftmals nicht im Raum des Städtischen haben. Daher darf sich Stadtpolitik auch nicht auf den Raum des Städtischen beschränken. (siehe Parnreiter, Jäger, Becker)
Urbanisierung ist ein zentrales politisches Phänomen in Lateinamerika, da ein Großteil der Bevölkerung in Städten lebt. Aus diesem Grund bildet es den Kern des Moduls "Politik" imWS02/03 des "Lehrgangs für Höhere Lateinamerikastudien". Urbanisierung wird hierbei einerseits eingebettet in den neoliberalen Transformationsprozess der letzten 20 Jahre und andererseits erfolgt eine Fokusierung auf die vielschichtigen Probleme städtischer Polarisierung.
Didaktisches Ziel des Lehrgangssemesters “Stadtpolitik” ist es, aktuelle Forschungsergebnisse im Rahmen des “Interdisziplinären Lehrgangs für Höhere Lateinamerika-Studien” Studierenden der Lateinamerikanistik zugute kommen zu lassen. Die laufenden Projekte ermöglichen es, eine enge Verbindung von Forschung und Lehre herzustellen. Studierenden des Lehrgangs können nicht nur leichter auf aktuelles Wissen, Kontakte, Literatur und Daten zurückgreifen, sondern über die Teilhabe an den Projekten näher an die Lateinamerika-Forschung herangeführt werden. Die Aktualität der Lehre wird durch den Einsatz neuer Medien verstärkt. |