In Theorie und Praxis wurde damit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert die Wirtschaftsplanung bedeutsam: Im Kern ging es um ein Abwägen der Vor- und Nachteile von marktwirtschaftlichen und staatsinterventionistischen Lösungen, da es sowohl die Möglichkeit eines Versagens von Märkten, aber auch des Staates gebe. Dem Staat kommt in diesem Modell eine Schlüsselrolle zu, wenngleich sich alle keynesianischen Konzeptualisierungen von Staat am Modell der Sozialtechnik orientieren. Dem Staat als Sozialingenieur obliege es, gewünschte gesellschaftliche Zustände herzustellen. Immer ist es ein wohlmeinender Diktator oder Experte, der mittels diverser Sozialtechniken die optimale Lösung umsetzt. Agiert er im Rahmen staatlicher Institutionen wird unterstellt, dass damit auch dem Allgemeinwohl gedient wird. |