Im Zentrum des in Lateinamerika entwickelten ökonomischen Strukturalismus steht die Erkenntnis, dasses weltweit eine räumliche Hierarchie gibt. Das Zentrum bilden die dominanten Länder, deren ökonomische Macht auf der Kontrolle des Produktionsprozesses ruht. Demgegenüber bilden die abhängigen Länder die Peripherie, die sich auf einfachere Produktionsprozesse zu konzentrieren hat. Im Zentrum erfolgte tendenziell die industrielle, an der Peripherie die landwirtschaftliche Produktion. Auch heute noch gibt es eine räumliche Hierarchie zwischen dem Zentrum, das die Produktionsprozesse kontrolliert und im Besitz der Produktionsmittel ist, und der Peripherie, die zwar teilweise industrialisiert ist, jedoch im Kern eine verlängerte Werkbank geblieben ist. |