Kapitalismus ist durch eine Dialektik von Beharrung und Entwicklung, von Fortschritt und Widerstand charakterisiert. Transformationsprozesse sind Prozesse, in denen Dynamiken der Beharrung und des Wandels ineinanderspielen und in jedem Kontext ein spezifisches Ergebnis produzieren.
Die einen wollen ihr Haus, ihren Garten und ihre Idylle erhalten, die anderen wollen Straßen und wirtschaftlichen Fortschritt bringen. Zwei Lebensweisen, zwei Weltsichten stoßen aufeinander. Auf die Frage, ob das Haus geschliffen werden soll, wird es keine einfache Antwort geben. Dass Wandel und Beharrung harmonisch Hand in Hand gehe, mag das Ziel von Entwicklung sein. Dies ist aber sicher nicht in einem sich selbst organisierenden Prozess möglich, wie dies von MarktfundamentalistInnen seit Ronald Reagan verbreitet wird. Dazu wird es einer kollektiven Praxis bedürfen, die ohne eine handlungsanleitende Theorie kaum möglich erscheint. |