Gesellschaftliche Entwicklungen, insbesondere im Kapitalismus, sind Prozesse. Ihre Dynamik kann nicht mit einem statischen logischen Modell erfasst werden, sondern nur als Dialektik. Der griechische Philosoph Heraklit, der vor über 2000 Jahren, war einer der Vordenker der Dialektik. "Es gibt nichts Dauerhaftes außer der Veränderung".
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“Bei einem Fluss ist es nicht möglich zweimal hineinzusteigen in denselben”, meinte Heraklit. Ein Fluss ist etwas Beständiges, er ist da und dies über viele hunderte Jahre. Das Flussbett, die Steine im Wasser und die Pflanzen am Rande des Wassers bleiben gleich. Im Fluss fließt aber Wasser, das immer neu und damit anders ist. Es schwimmen jedes Jahr andere Fische, leben andere Tiere am Rande des Wassers. Steige ich heute in den Fluss, so ist seine Temperatur sicherlich anders als vor drei Monaten. Ein Fluss ist daher ständig gleich und anders, er ist ein lebendiges und anschauliches Beispiel für das Wechselspiel von Wandel und Beharrung, von Stabilität und Veränderung. Insofern ist der Fluss ein gutes Bild dafür, was das Wesen von Entwicklungsprozessen ist, nämlich die Dialektik von Wandel und Beharrung. |