Produktion stellt die menschliche Tätigkeit ins Zentrum. Menschen gestalten durch verschiedenartige Produktionsprozesse Wirklichkeit, sie stellen nicht nur Waren her, sondern machen Geschichte und Geographie. Es ist ein Begriff, der erlaubt, die Bewegung sozioökonomischer und politischer Prozesse in den Griff zu bekommen. Er beschreibt einen Prozess des Denkens, die Konstruktion der Wirklichkeit als einer dialektischen Theorie-Praxis-Beziehung, genauso wie die materielle Transformation der Welt. Güter werden genauso produziert wie Konzepte und erst das Zusammenspiel der Entwicklung von Ideen und Materie erfasst umfassend den gesamten Entwicklungsprozess. Aus diesem Grund geht es niemals einzig um reale Phänomene ungleicher Entwicklung zwischen reichen und armen Räumen, sondern es muss gleichzeitig der Ideengeschichte und der Konfrontation widerstreitender Konzepte ausreichend Platz eingeräumt werden. |