Johannes Jäger (ISR/ÖAW) johannes.jaeger@wu-wien.ac.at
21.11.2002
Der Vortrag legte dar, dass sozialräumliche Polarisation gemacht wird. Daher müssen die Akteure städtischer Entwicklung eine Schlüsselrolle in der Analyse von Polarisationsprozessen einnehmen. In einem ersten theoretischen Teil wurde gezeigt, dass eine Integration von Struktur- und Handlungstheorien notwendig ist, um Akteure und Handlungsspielräume adäquat erfassen zu können. Die Global City-These wird als ein zu strukturalistischer Ansatz dargestellt, während die Regulationstheorie als eine “Theorie in Bewegung” Struktur und Handlung dialektisch fassen kann. In einem zweiten konzeptuellen Teil werden Polarisation und Fragmentation gegenübergestellt, wobei letztere sich durch eine größere sozialräumliche Heterogenität auszeichnet (neue Reichtumsinseln in ehemaligen Armenvierteln).
Die Regulation des Bodenmarktes und die Mietrechtsliberalisierungen förderten einen Prozess der Kommodifizierung bzw. Vermarktlichung. Gerade über die Dynamik des Bodenmarktes sind sozialräumliche Hierarchien in Mexiko City, Santiago de Chile und Montevideo gut zu erklären.
Mehr Information zur Rolle der Bodenrente in Montevideo unter
http://www.derive.at/archiv/deriveNo4/Jaeger_Polarisierung.htm
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