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Stadtentwicklung in Lateinamerika
Ao. Prof. Dr. Andreas Novy und Elisabeth Hammer
Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftsuniversität Wien
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 up 6 Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung

6.2 Die Stadt in Lateinamerika im historischen Überblick

Axel Borsdorf (Universität Innsbruck) Axel.Borsdorf@uibk.ac.at

10.10.2002:

Der Vortrag gab einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des lateinamerikanischen Stadtsystems. Anhand zahlreicher Beispiele wurde die Dynamik stadtstrukturellen Wandels in Lateinamerika aus historischer und geographischer Perspektive dargestellt. Die koloniale Stadt war klar als kompakte Stadt nach den Vorstellungen der Spanier geplant. Mit der Unabhängigkeit im 19. Jahrhundert erfolgten auch sozialräumliche Veränderungen in der Stadt, wobei hier Linearität und sektorale Trennung die Leitprinzipien darstellten. Im 20. Jahrhundert dominierte bis 1970 die polarisierte Stadt. Gegenwärtig führt der neoliberaleTransformationsprozess zu Fragmentierungsprozessen, bei dem die sozialräumliche Mischung in einer großräumigen Betrachtung mit der akzentuierten Entmischung (Segregation) auf der Mikroebene einhergeht.

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