In der Neoklassik ist der Boden ein Produktionsfaktor wie jeder andere auch. So wie der Lohn der Preis der Arbeitskraft, so ist der Zins Preis des Kapitals und die Rente der Preis des Bodens. In der neoklassischen Theorie ist die Bodenrente die Entlohnung für einen knappen Produktionsfaktor. Die Lagerente ergibt sich aus dem zusätzlichen Ertrag, der aufgrund der Marktnähe erzielbar ist (Maier, Tödtling, 1992: Kap. 6). Sie entspricht demnach in der Neoklassik dem Bodenpreis. Damit stellt sich die Neoklassik gegen die Klassik, für die die Rente einen “residualen Ursprung” hatte (Jäger 2001: 47). Der Boden wird demnach genauso über Angebot und Nachfrage geregelt wie jeder andere Markt auch, wiewohl der Bodenmarkt aufgrund von Starrheiten im Angebot Unterschiede zu anderen Märkten aufweist. |