Der Begriff residenzielle Segregation bezeichnet den Grad räumlicher Nähe bzw. räumlicher Konzentration von Haushalten derselben sozialen Schicht. Soziale Schichten bzw. Gruppen können dabei sozioökonomisch unterschiedlich (etwa nach Einkommensgruppen, nach ethnischen Kriterien etc.) definiert werden (Dangschat 1997). Darüber hinaus sind zwei Definitionen der räumlichen Segregation zu beachten:
Erstens bezieht sich der Begriff auf die räumliche Konzentration sozialer Gruppen in konkreten Gebieten (z.B.: 95% aller MigrantInnen wohnen in nur einem der 10 Viertel). Zweitens bezieht sich Segregation auch auf den Grad an sozialer Homogenität in bestimmten Wohngebieten (z.B.: 40% der BewohnerInnen des Viertels sind MigrantInnen) (Sabatini 2002). Während im Rahmen der Segregationsforschung etwa im Zuge von Faktorialanalysen häufig Einflussfaktoren für soziale Segregation wie etwa Einkommen, ethnische Zugehörigkeit, Alter, etc. destilliert werden, fragt politökonomische Forschung auch nach institutionellen Einflussfaktoren. So hängt es etwa von der Form des Bodenmarktes oder von der konkreten institutionellen Ausgestaltung des Wohnungswesens ab, ob sich ethnische Gruppen wie in England und Frankreich in heruntergekommenen öffentlichen Wohnsiedlungen ballen oder in privaten Gründerzeitwohngegenden wie in Wien. |