In Bezug auf die wichtige Rolle, die Bildung und Lernen für die wirtschaftliche Entwicklung von Räumen spielt, herrscht jedoch innerhalb der Neuen Wachstumstheorie Einhelligkeit. Mit dem Konzept des Humankapitals wird technischer Fortschritt als eine endogene Variable konzipiert (Jones 1998). Wirtschaftswachstum ist somit nicht länger eine “black box”. Eine wichtige wirtschaftspolitische Forderung ist deshalb die Förderung von Humankapital, sei dies durch Qualifizierung oder durch Innovation. Regionale Innovationssysteme (Tödtling, Kaufmann 1999) oder “learning regions” (Maskell, Malmberg 1999) werden zu Leitbildern der Stadt- und Regionalentwicklung.
Doch diese Strategie ist nicht ohne Probleme, insbesondere, was ihre Verteilungswirkungen betrifft. So sind es, entgegen allen Bemühungen in Großbritannien vor allem die besser Qualifizierten, die sich an Trainingsprogrammen beteiligen (Eisenschitz, Gough 1996: 445). Qualifizierung, die wirklich die unternehmerische Produktivität erhöht, kann zur Vertiefung sozialer Polarisierung führen. |