Die Clubes de Trueque sind ein Zusammenschluss von Prosumidores, also Menschen die gleichzeitig Produzenten und Konsumenten von Gütern und Dienstleistungen sind. Diese Doppelrolle der teilnehmenden Personen findet seinen Ausdruck im multireziproken Tausch von Waren und Dienstleistungen, der weder mittels Geld noch durch den direkten Tausch der Güter sondern in der Regel über ein Hilfsmittel, den Crédito, realisiert wird. Die Beteiligten lassen sich nicht eindeutig einer politischen oder religiösen Orientierung zuordnen sondern setzen sich grundsätzlich aus den verschiedensten Gesellschaftsgruppen zusammen. Es kann jedoch eine überwiegende Beteiligung von Frauen festgestellt werden, die teilweise bei mehr als 80% liegt (Truequeenlinea 2003).
Die ursächliche Motivation der Prosumidores liegt in den meisten Fällen in deren Exklusion bzw. Marginalisierung in der traditionellen Geldwirtschaft. Dort sind sie in den meisten Fällen entweder konfrontiert mit in der mangelnden Ausnützung des individuellen produktiven Potentials aufgrund der allgemein fehlenden Nachfrage oder mit der unzureichenden Möglichkeiten zur Befriedigung der Grundbedürfnisse aufgrund des Mangels an formalen Tauschmitteln, also Geld (Singer 1999: 1). |