geschaffen wurden. Der Grundgedanke dabei war die Schaffung von Arbeitsplätzen für jene Mexikaner, die auf Grund des ausgelaufenen "Bracero-Programms" (1942-1964) ihre Arbeit in den USA verloren hatten.
Das Wort "maquila" bedeutete in der Kolonialzeit Mexikos das Mahlgeld, das der Müller für seine Arbeit erhielt und bezieht sich auf einen Teilschritt innerhalb eines längeren Prozesses (Dwyer, 1994: 6, in: Pollheimer, 2001). "Maquiladoras" oder "Maquilas" sind also Fabriken, in denen nur eine Teilfertigung durchgeführt wird. Durch Anreize wie steuerliche und andere administrative Vergünstigungen werden ausländische, meist US-amerikanische Investoren dazu animiert, arbeitsintensive Produktionsprozesse, vor allem im Bereich der Elektro-, Elektronik- und Textilindustrie, in eigene Tochterunternehmen auf mexikanischem Boden zu verlegen und nach der Montage die Halbfertig- oder Endprodukte wieder in die USA zu exportieren. Eine andere Form ist die abhängige Kontraktproduktion, dabei werden bestimmte Arbeitsabläufe in formal unabhängigen Unternehmen durchgeführt, wobei die Kontroll- und Einflussmöglichkeiten für den ausländischen Konzern bestehen bleiben. Diese Produktionsweise ist typisch für die Bekleidungsindustrie (Kühler 1989: 59f). Vorteile für die ausländischen Unternehmen sind dabei vor allem das niedrige Lohnniveau, aber auch das Wegfallen von Zöllen, kaum vorhandene Umweltauflagen und arbeitsrechtliche Schutzbestimmungen und im Falle Mexikos die geringen Transportkosten auf Grund der Nähe zu den USA. Deshalb befindet sich auch nach wie vor der größte Teil der mexikanischen Fabriken an der nördlichen Grenze des Landes.
...las maquiladoras que les permitían a los gringos ensamblar textiles, juguetes, motores, muebles, computadoras y televisores con partes fabricadas en los EE UU, ensambladas en México con trabajo diez veces menos caro que allá, y devueltas al mercado norteamericano del otro lado de la frontera con el solo pago de un impuesto al valor añadido: de esas cosas ellas (las trabajadoras) no sabían mucho, Ciudad Juárez era simplemente el lugar de donde llamaba el trabajo que no existía en las rancherías del desierto y la montaña, el que era imposible hallar en Oaxaca o Chiapas o en el mismísimo DF, aquí estaba a la mano, y aunque el salario era diez veces menos que en los EE UU, era diez veces más que nada en el resto de México... (S 144-145) |