Diese komplexe Hybridität der Chicano-Identität äußert sich in ihren kulturellen Produktionen und ihrem Sprachgebrauch. Die Bezeichnung "Chicano" weist auf die aztekischen Wurzeln hin, da sie sich auf "Mexicano" bezieht, was wiederum auf die Selbstbezeichnung der Azteken "Mexica" zurückgeht. Das "ch" wurde im alten Spanisch und Nahuatl (die Sprache der Azteken) als "sh" artikuliert, so dass aus "Meshicano" zuerst "Mechicano" und letztendlich "Chicano" wurde (Arteaga 1997, S.9).
Wenn man jetzt die sprachliche Ausdrucksform der Chicanos analysieren will, ist es schwer sich auf eine einheitliche Definition einigen zu können. Es handelt sich um eine gewisse Mischform zwischen dem Englischen und Spanischen (hier wiederum die mexikanische Variante des Spanischen), wobei das Vokabular beiden Sprachen entstammt, zu der Mischformen als Neologismen (wie z.B. "cookiar" für "kochen") dazukommen können. Anzaldua kommt sogar auf 8 Sprachvarianten, die in dieser Region gesprochen werden. Darunter listet sie auch einen Soziolekt namens "Pachuco" oder "Caló" auf, eine Art Geheimsprache (http://www.inst.at/trans/6Nr/scholl.htm), gesprochen vor allem von den Gangs, die sich gegen Standard Spanisch und Englisch abgrenzen wollen.
In der Chicano-Poesie, was eine Art Kunstsprache darstellt, ist diese Form von Interlingualismus ebenfalls zu bemerken. So kommen in dem Gedicht von José Antonio Burciaga "Poema en tres idiomas y caló" vier Sprachformen vor (Arteaga 1997, S.89f).
In der Musik, Literatur (darunter namhafte Autoren wie Octavio Paz, Carlos Fuentes, Juan Rulfo) und im Kino wird der Grenzraum als Schauplatz und Reflexionsfeld thematisiert. All diese Manifestationen können unter einem spezifischen Chicano-Diskurs subsumiert werden, der dynamisch, mehrsprachig, mehrstimmig, dialoghaft, interkulturell als Antwort und Opposition zum unilateralen, monologen, autoritären, zentralen US-amerikanischen Diskurs verstanden werden kann.
Diese komplexe Hybridität der Chicano-Identität äußert sich in ihren kulturellen Produktionen und ihrem Sprachgebrauch. Die Bezeichnung "Chicano" weist auf die aztekischen Wurzeln hin, da sie sich auf "Mexicano" bezieht, was wiederum auf die Selbstbezeichnung der Azteken "Mexica" zurückgeht. Das "ch" wurde im alten Spanisch und Nahuatl (die Sprache der Azteken) als "sh" artikuliert, so dass aus "Meshicano" zuerst "Mechicano" und letztendlich "Chicano" wurde (Arteaga 1997, S.9).
Wenn man jetzt die sprachliche Ausdrucksform der Chicanos analysieren will, ist es schwer sich auf eine einheitliche Definition einigen zu können. Es handelt sich um eine gewisse Mischform zwischen dem Englischen und Spanischen (hier wiederum die mexikanische Variante des Spanischen), wobei das Vokabular beiden Sprachen entstammt, zu der Mischformen als Neologismen (wie z.B. "cookiar" für "kochen") dazukommen können. Anzaldua kommt sogar auf 8 Sprachvarianten, die in dieser Region gesprochen werden. Darunter listet sie auch einen Soziolekt namens "Pachuco" oder "Caló" auf, eine Art Geheimsprache, gesprochen vor allem von den Gangs, die sich gegen Standard Spanisch und Englisch abgrenzen wollen (http://www.inst.at/trans/6Nr/scholl.htm).
In der Chicano-Poesie, was eine Art Kunstsprache darstellt, ist diese Form von Interlingualismus ebenfalls zu bemerken. So kommen in dem Gedicht von José Antonio Burciaga "Poema en tres idiomas y caló" vier Sprachformen vor (Arteaga 1997, S.89f).
In der Musik, Literatur (darunter namhafte Autoren wie Octavio Paz, Carlos Fuentes, Juan Rulfo) und im Kino wird der Grenzraum als Schauplatz und Reflexionsfeld thematisiert. All diese Manifestationen können unter einem spezifischen Chicano-Diskurs subsumiert werden, der dynamisch, mehrsprachig, mehrstimmig, dialoghaft, interkulturell als Antwort und Opposition zum unilateralen, monologen, autoritären, zentralen US-amerikanischen Diskurs verstanden werden kann. |