Seit Beginn der Terrors bis zur Reintegration waren die Flüchtlinge psychologischen, sozialen und kulturellen Herausforderungen ausgesetzt. In der Zeit vor der Flucht, musste vor allem die Indiobevölkerung im Hochland Guatemalas die Schrecken der körperlichen Gewalt, sozialen Ausgrenzung und politischen Unterdrückung seitens einer feindlichen Regierung am eigenen Leib verspüren. Nach tage- sogar wochenlangen Fußmärschen, um die mexikanische Grenze zu passieren, waren sie der Solidarität und Brüderlichkeit ihres Nachbarlandes ausgesetzt. Oder wie Ortiz Monasterio (2002: 2) das Los der guatemaltekischen Flüchtlinge beschreibt: "no one on the face of the earth is as dispossessed as a refugee, especially if he is an Indian on foreign soil" [niemand auf dieser Erde ist so besitzlos wie ein Flüchtling, vor allem wenn er Indio und auf ausländischem Boden ist]. |