Durch die weltweiten Prozesse der Globalisierung und der damit einhergehenden Enträumlichung ist Lateinamerika nicht mehr an den Kontinent Lateinamerika als Raum und Ort gebunden, sondern findet sich in vielen anderen Teilen der Welt wieder - so auch in Wien. Hier leben lateinamerikanische MigrantInnen, in den Kinos werden lateinamerikanische Filme gezeigt, lateinamerikanische Tänze und Sportarten werden praktiziert, es gibt immer mehr Lokale, Restaurants und Bars, die lateinamerikanische Musik spielen und Essen eines lateinamerikanischen Landes servieren.
Innerhalb der Themengruppe Vienalatina haben sich Untergruppen gebildet, die folgende Ausschnitte von Lateinamerika in Wien näher beleuchten:
- „Portraits von LateinamerikanerInnen in Wien” / Barbara Katschnig
- „Chilenische MigrantInnen in Wien“ / Andrés Peña
- „Capoeira in Wien” / Veronika Mayr
- „In Wiens Lateinamerika zu Gast - Latino-Lokale in Wien“ / Elisabeth Matejka, Margit Pollheimer, Johanna Putscher
Alle diese Themen haben mit dem Begriff „Vienalatina“ zu tun; einem Wort, das man in der Fachliteratur so (noch) nicht findet. Durch diesen Begriff kann jedoch gut verdeutlicht werden, dass sehr wohl lateinamerikanische Räume in Wien existieren. Auch wenn diese - selbst von LateinamerikanerInnen und umso stärker von WienerInnen - sehr unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert werden. Ein Einblick in diese unterschiedlichen Räume, deren verschiedene Wahrnehmungen und Bedeutungen, soll hier geboten werden. |