Die Fremdbilder und Stereotypen, die sich über einige Jahre oder Jahrzehnte in den Köpfen der Reisenden gebildet haben, lassen sich nur schwer korrigieren. Daher kann man nicht davon ausgehen, dass eine Auslandsreise automatisch zum Abbau von Vorurteilen und der Imagekultur eines Landes beiträgt. Meist bleibt die eigene Kultur der Maßstab aller Dinge. Es werden zwar die Errungenschaften anderer Kulturen bewundert, jedoch setzt auch auf ein Überlegenheitsgefühl der Errungenschaften der eigenen Kultur ein (vgl. Spitzer 2001, 260- 262).
Man muss dazu sagen, dass der Tourist außerdem im Urlaub oft auf der Suche nach der Bestätigung jener Vorstellungen und Bilder ist, die er sich vom Urlaubsziel und den Bereisten im Kopf gemacht hat. Er nimmt also sehr selektiv wahr. |