Der Plan Puebla Panama (= PPP) betrifft Mesoamerika d. h den Süden und Ostsüden Mexikos (Campeche, Chiapas, Guerrero, Oaxaca, Puebla, Quintana Roo, Tabasco, Veracruz and Yucatan) und die Länder Zentralamerikas (Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua and Panama).
Der Plan wurde im November 2000 durch eine Einladung von Vicente Fox, Präsident Mexikos, an den Präsidenten Zentralamerikas an einem Integrationsplan für die Region zusammenzuarbeiten, initiiert. Der Plan wurde im Juni 2001 bei einem Treffen in San Salvador vorgestellt. Im Juni 2002 wurde ein Zeitplan zur Umsetzung verschiedener Aktionen in Merida beschlossen.
Die Schlüsselbereiche sind folgende:
- Energie
- Verkehrs- und Kommunikationsnetz
- Handel und Wettbewerb
- Gesundheit, Schulwesen
- Indigene Bevölkerung
- Nachhaltige Entwicklung
- Tourismus
Die mexikanische Regierung will mit diesem Plan eine neue Konzeption der regionalen Planifikation erzielen. Die Region soll sich in einem neuen nationalen Kontext von Demokratisierung, Föderalismus, Dezentralisierung und der wachsenden Teilnahme der Zivilgesellschaft anpassen.
Dies soll durch die Steigerung der Produktivität mittels einer Positionierung in der globalen Wirtschaft und durch Investitionen von multilateralen Organisationen und Privatunternehmen geschehen. Die Anpassung der Infrastruktur ist Bedingung für die Investitionen.
Ein Problem dabei ist das Entstehen einer gewissen Oppositionshaltung gegen diesem Plan, vor allem in Mexiko, das von politischen sowie akademischen Gruppen und Umwelt NGOs ausgeht. Diese Oppositionshaltung resultiert aus einer mangelhaften Verbreitung von konkreten Inhalten des Plans und aus dem Vorwurf, es handle sich um politische Interessen, die den Plan als ein Instrument für die politische und ideologische Konfrontation zwischen Parteien nutzen würden.
Gründe für den zivilgesellschaftlichen Widerstand sind folgende:
- zu wenig Information seitens der mexikanischen Regierung
- keinerlei Rücksicht auf Umwelt und Ressourcen
- der Vorwurf, es handle sich um eine neue Form des Imperialismus
- neoliberales Wirtschaftssystem
- Vorwurf, der Plan diene letztlich nur dem Vorteil der USA/NAFTA
Liest man herkömmliche Zeitungen, erscheinen diese Argumente kaum. Zumindest das Angeben dieser Argumentation wäre aber wichtig, denn sie gibt den LeserInnen die Möglichkeit, weitere Aspekte dieses Plans zu berücksichtigen. Das Fehlen wichtiger Information ist ein weiterer Schritt der Manipulation.
Im Internet ist es leichter, zum PPP verschiedenartige Informationen zu erhalten. |