Seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurden Mythen aus sprachwissenschaftlicher Perspektive mit den entsprechenden Theorien und Methoden erforscht (vor allem Morphologie, Strukturalismus, Semiologie, Semiotik).
Der bekannteste Vertreter dieser Forschungsrichtung ist Claude Lévi-Strauss dessen umfangreiches Werk der strukturalen Mythologie weniger auf regionale und kulturspezifische Detailstudien ausgerichtet ist, sondern die Mythen des indigenen Amerika als ein weitgespanntes Netz logischer Transformationen behandelt. Seine Theorien und Methoden liefern wichtige Impulse für viele Bereiche der Mythenforschung und werden breit rezipiert. |