Fragen nach den Verflechtungen von Mythos, Religion und Ritual bilden eine Konstante der Mythenforschung seit dem 18. Jahrhundert. Besonders großes Interesse galt immer wieder dem Verhältnis von Riten und Mythen, das von vielen Forschern als homologe Beziehung konzipiert wurde.
Mythen werden weiters oft als Beglaubigung von Ritualen angesehen, die beiden Bereiche werden auch gemeinsam als Ausdruck des Weltbilds (als „gestaltete Welterkenntnis“ - Jensen 1951) untersucht. Die Analyse von Mythen in ihrem religiösen und rituellen Kontext wird heute aus verschiedenen theoretischen Perspektiven betrieben und stellt weiterhin einen Schwerpunkt der Mythenforschung dar. |