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Die erste Episode schildert einen Shuar auf der Jagd, erzählt also von einem alltäglichen Vorgang, der im männlichen Handlungsraum einen bedeutenden Platz einnimmt. Die Jagd ist der wichtigste Beitrag der Männer zur Ernährung, Wildschweine sind - neben Maniokbier, das die Frauen zubereiten - die beliebteste Speise. Auf die Jagd gehen, heißt auch den häuslichen Raum der Siedlung und der Hausgemeinschaft verlassen und sich in den Wald begeben, in eine Zone, die auch mit dem Wilden, Gefährlichen und Spirituellen assoziiert wird.
Der Wald ist nicht nur der Ort der Jagd, sondern auch ein Ort der Visionssuche, bei der man eine Begegnung mit Geistern und Kräften der Verstorbenen sucht, sowie ein Ort, den auch Ungeheuer (iwianch) und andere unangenehme Gesellen bevölkern. Auf den Jagdzügen, die mehrmals pro Woche unternommen werden, sind die Männer alleine, oft aber auch in Begleitung einer ihrer Frauen oder anderer Männer unterwegs. Besonders wenn eine Herde Wildschweine (Halsband-Peccari: paki) gesichtet wird, ziehen alle Männer der Nachbarschaft los, um einen Teil der Tiere zu umzingeln und möglichst viele zu erlegen. Solche Herden sollen in früheren Zeiten mehrere hundert Tiere gezählt haben, heute ist es auch in guten Jagdgebieten selten, wenn man auf eine Gruppe von mehr als zwanzig Wildschweinen stößt. |